Sei wagemutig! Love, Cecil!

Endlich hab ich den neuen Dokumentationsfilm über Cecil Beaton gesehen. ❤ Ich war schon vorher in das Werk verliebt, aber jetzt will ich mehr. Dieser Film hat mich regelrecht hungrig gemacht! Ich wünsche mir eine Ausstellung mit all seinen Fotos, eine eigene Ausstellung mit seinen Kostümen, mit seinen Illustrationen, Filmen… ich möchte all die Sachen, die ich in der Doku gesehen habe im Museum live und in Farbe sehen! Es ist unglaublich, was dieser Mann alles geschaffen hat und für ihn selbst war es offenbar nie genug. Er war unermüdlich und unerbittlich in seinem Tun. Man könnte ihn als rastlosen Dandy beschreiben.

Sei anders

Er stellte seinen Dienst in die Ästhetik. Er war von Fotos von sich selbst besessen. Sein Leben war die Bühne. Er wollte auffallen und nicht unscheinbar sein. Als erster Fotograf machte er sich einen Namen in der vornehmen Gesellschaft und ihm lagen alle zu Füßen. Es gab keinen, der nicht vor seiner Linse posierte, gern in Kostümen und manchmal traten die Fotografierten selbst schon fast in den Hintergrund. Unzählige Fotos machte er in seinem Leben und man könnte sie sich gar nicht alle ansehen, weil es viel zu viele waren. Aber jedes einzelne ist ein Kunstwerk, wie Beaton selbst. Er inszenierte sich als Dandy, immer gut gekleidet, immer auf der Suche und im ständigen Verbesserungsmodus und Optimierungsprozess. Er selbst war sein härtester Kritiker.

Sei wagemutig

Die Menschen, die in der Dokumentation zu Wort kommen und über ihn sprechen, haben ihn kennengelernt und zum Teil mit ihm zusammengearbeitet. Einerseits verehrten sie ihn, sie wissen um seine Arbeit und sein Werk, was er geschaffen hat, andererseits blitzt hin und wieder auch die Kritik durch, dass er kein einfacher Mensch war. Zu Beginn vermutlich zu oberflächlich, ehrgeizig, später hart in der Kritik auch anderen gegenüber.

Sei umständlich

Interessanterweise hat mich die Person Beaton gar nicht so sehr angesprochen. Es ist sein Werk, was mich in seinen Bann zog. Dabei ist es natürlich spannend zu sehen, wie ein Exzentriker vom gefeierten Vogue-Fotografen einen tiefen gesellschaftlichen Fall erlitt, zum Hoffotografen der Queen wurde, um anschließend Kriegsfotograf zu werden. Er schaffte es, sich wieder hochzuarbeiten und in jedem Genre machte er sich einen Namen, wurde weltberühmt und hatte dabei stets seine ganz eigene Ästhetik.

Was ist, wenn man nun mal ein Träumer ist?

In den USA bekam er quasi eine Carte Blanche für Bühnenbilder und gewann mit My Fair Lady gleich zwei Oscars. Ein guter Grund, sich auch mal wieder diesen Film anzusehen. Diese Doku “Love Cecil” zeigt die 1000 Facetten und kreativen Ideen des Cecil Beaton. Es ist wirklich unglaublich, was er alles gemacht hat und wen er fotografiert hat, von den Rolling Stones über David Hockney, bis hin zu Audrey Hepburn, Marilyn Monroe, Greta Garbo, die gesamte britische Königsfamilie und so weiter. Zu tiefst berührt haben mich die Aufnahmen aus den Kriegsjahren. Ich wusste nicht, dass er es auch auf das LIFE Magazin geschafft hatte, das Bild geht mir regelrecht unter die Haut.

The London Blitz, 1940
Photo: Cecil Beaton
Eileen Dunne, aged three, sits in bed with her doll at Great Ormond Street Hospital for Sick Children

Dieser extreme Kontrast bei seinen Fotos hat mich völlig überrascht und selbst die Kriegsfotografien sind so unglaublich beeindruckend, dass ich gern noch mehr davon sehen würde.

Ich kann Euch nur die Dokumentation ans Herz legen! Sie ist einfach grandios.

Und genau darum, weil sie so fantastisch ist, verlosen wir gleich 2 DVDs im nächsten Blogpost, dort findet ihr auch alle Teilnahmebedingungen.

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