#Filmtipp | Love, Cecil

Cecil Beaton (*1904, † 1980), genauer gesagt Sir Cecil Walter Hardy Beaton, war ein Tausendsassa, wie es so schön heißt. Fotograf, Bühnenbildner und Grafiker und auf allen Gebieten war er sehr erfolgreich, als Fotograf der Queen, für die Vogue und Harpers’s Bazaar lichtete er das who is who ab. Seine Fotos wirken stark inszeniert, aber sie bleiben, meines Erachtens, in Erinnerung. So kennt wohl jeder das Portrait der Queen Elizabeth II mit Prince Philip, Duke of Edingburgh (1953).

Queen Elizabeth II and Prince Philip, Duke of Edinburgh. Coronation portrait, June 1953, London, England. Cecil Beaton
Besonders erfolgreich war er nach dem zweiten Weltkrieg als Illustrator, Maler, Schriftsteller… seine Kostüme unter anderem für La Traviata sehen als Zeichnung schon bezaubernd aus. Aber er kleidete ebenso Audrey Hepburn ein, porträtierte Marilyn Monroe oder betätigte sich als Innenarchitekt. Es gab nichts, worin er nicht erfolgreich war.

Das Victoria & Albert Museum in London beherbergt eine riesige Sammlung seiner Fotografien und Zeichnungen, schaut mal online vorbei: Search the Collections.

La Traviata Beaton, Cecil ca. 1966 (made) Ink on paper

Aber wer war eigentlich Cecil Beaton?

Seine Arbeit, sein Werk, seine Kreativität wird mit Magie verglichen. Er soll voller Widersprüche gesteckt haben, er konnte hassen, aber ebenso lieben. Er widmete sein Leben der Schönheit und versuchte allem auf den Grund zu gehen. Er war Fotograf, Schriftsteller, Maler, Visionär oder schlicht künstlerisches Genie seiner Zeit. Er setzte Maßstäbe. Er bekam zwei Oscars für das beste Szenenbild und bestes Kostümdesign im Film My Fair Lady. Aber er war stets unzufrieden und starb letztendlich einsam.
Der Trailer des Filmes zeigt den Dokumentationsstil von Regisseurin Lisa Immordino Vreeland. Sie lässt viele Wegbegleiter sprechen. Die Dokumentation gibt einen Überblick über die verschiedenen Stationen vom Leben und Schaffen des Künstlers. Immordino bediente sich bei verschiedenen Quellen, u.a. dem V&A oder dem Imperial War Museum oder seinen persönlichen Tagebüchern, zudem runden zahlreiche Interviews das Porträt des ungewöhnlichen Künstlers ab.

Bei all den Informationen, die ich in den vergangen Stunden über Beaten gelesen habe, bin ich hin und wieder gewillt, an Yves Saint Laurent zu denken. Schönheit, Stil, Genie – ein ganzes Leben, das der Kreativität gewidmet ist. 1962 sagte Beaton über sich selbst, dass er “noch immer auf der Suche nach dem des Regenbogens” sei. Zu diesem Zeitpunkt, nach dem Krieg, befand er sich auf der Überholspur, seine Karriere hatte den Höhepunkt erreicht und er fand keine Ruhe, sah kein Ende und so wirkt es schon fast tragisch.
Ich bin sehr gespannt auf die Dokumentation und frage mich, was man noch über dieses Ausnahmetalent erfahren wird. Am 12. Juli 2018 weiß ich hoffentlich mehr, denn dann kommt der Film in die Kinos. 🙂

#Filmtitel | Love, Cecil

#Start | 12. Juli 2018

#Regie | Lisa Immordino

#Typ | Dokumentation

Love, Cecil Ab 12. Juli 2018 im Kino

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