#Filmtipp | Paula

Paula ist die erste Künstlerin, der ein eigenes Museum gewidmet wurde – weltweit! In Bremen im Paula Modersohn-Becker Museum gibt es wohl eine der umfangreichsten Sammlungen von ihr. In ihrem (leider) sehr kurzen Leben schuf sie ein bedeutendes Werk. Sie gehörte zu den Vertreterinnen des frühen Expressionismus und so lebte sie ein intensives aber kurzes Leben.

So heißt es auf der Homepage der Museen Böttcherstrasse “1876 in Dresden geboren, verbrachte Paula Modersohn-Becker (1876–1907) einen Großteil ihrer Kindheit in Bremen und entschloss sich bereits in jungen Jahren, Malerin zu werden. Nach der Ausbildung an einer privaten Mal- und Zeichenschule in Berlin setzte sie ihr Studium ab 1898 in der Künstlerkolonie Worpswede bei Fritz Mackensen fort. In dem nördlich von Bremen gelegenen Dorf lernte sie auch ihren späteren Mann kennen, den Maler Otto Modersohn (1865–1943).”

Der Film zeigt das Leben der modernen Frau. Regisseur ist Christian Schwochow. “Voller Sinnlichkeit, mit zartem Humor und spielerischer Leichtigkeit ist PAULA auch die Geschichte einer großen, leidenschaftlichen Liebe. Die Konflikte, an denen die Liebenden zu scheitern drohen, sind heute – ein Jahrhundert später – aktueller denn je”, lautet die Beschreibung zum Film. Der Trailer gibt einen wunderbaren Einblick in das bezaubernde Werk.

Ich weiß, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist? Paula Modersohn-Becker

Seit dem 15. Dezember 2016 ist das Künstlerportrait in den eher kleineren Kinos zu sehen (in Hamburg u.a. im Abaton, in Bremen in der Gondel, in Düsseldorf im Metropol, in Berlin in den Hackesche Höfen, in Frankfurt in der KULT Kinobar, in München im Rio Palast).

Ausstellungen

Wer nicht genug von Paula bekommt bekommt, kann sich freuen. Denn 2017 – 110 Jahre nach ihrem Tod – ist noch in Bremen die Ausstellung “Emil Nolde trifft Paula Modersohn-Becker” zu sehen (bis 29.1.2017).

Ab dem 4. Februar 2017 folgt direkt der nächste Paukenschlag, dann heißt es in Hamburg im Bucerius Kunst Forum “Paula Modersohn-Becker. Der Weg in die Moderne”.

2017 ist also dieser außergewöhnlichen Frau, Mutter und begnadeten Künstlerin gewidmet.

Die Malerin mit Kamelienzweig (Selbstporträt), 1907 (Holz, 62 x 31 cm) Paula Modersohn-Becker Museum Folkwang, Essen
Die Malerin mit Kamelienzweig (Selbstporträt), 1907
(Holz, 62 x 31 cm)
Paula Modersohn-Becker
Museum Folkwang, Essen
The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH.

3 thoughts on “#Filmtipp | Paula

  1. Ich bin so ein großer Fan von Paula Modersohn-Becker, dass ich fürchte, der Film wird ihr nicht gerecht. Hast du ihn den schon gesehen, Wera?

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    1. Liebe Anke,
      leider nicht. Aber bei Facebook wurde bereits kommentiert, dass jemand den Film gesehen hat und ihn gut fand. Ich muss wohl bis zur DVD warten. Das Leben von ihr einfach interessant. So eine Verfilmung ist eine echte Herausforderung.

      Liebe Grüße
      Wera

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  2. Jetzt läuft der Film schon fast zwei Monate und endlich habe ich es geschafft, ihn auch zu sehen.
    Vorweg: es lohnt sich. “Paula” ist ein gut gemachter, emotional anrührender und kitschfreier Film, der die Biographie auch filmisch ansprechend nachzeichnet. Frau Juri als Paula versteht es, die Persönlichkeit und ihren künstlerischen Impetus zu vermitteln. Sehr gelungen fand ich auch die Darstellung der zeitgenössischen Vorurteile gegenüber Künstlerinnen, die plakativ und misogyn daherkamen oder, noch schlimmer, unterschwellig als (Für)sorge getarnt waren. Ob Paula nun eine Affaire mit einem ansehnlichen Malerkollegen in Paris hatte oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis. Was nun Paula M.-B.s Bedeutung als Malerin der Moderne angeht – das kann der Film als BioPic nicht einlösen. Braucht er auch nicht. Das kann eine richtige Biographie besser. Gibt es eine neuere?
    Herzliche Grüße, Annette

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